Archiv nach Autor | kathrinsieder

Weise Besonnenheit und Nachsicht

Meine lieben Wegbegleiterinnen!

Mit herzlichen Grüßen aus Wien!

Hier ist es warm und schön grün und ich genieße die Natur. Die Sorge um zu große Hitze und Dürre, um eine herbstlich neue Corona-Welle und die Kriegsauswirkungen gehen um. Ich versuche, mich davon nicht einschränken zu lassen. Natürlich könnte ich mich mit einem Buch auf die Couch legen  und nur noch fürs Essen und Handy zuständig sein. Das würde man der 94 j. Ursula wohl nachsehen. Aber die macht es nur zwischendurch, sonst ist Yoga, Meditieren, Hausarbeit, Schreiben und  mit Freundinnen und Familie Kommunizieren das, was gerade gilt. Dann ist es Zeit, die nächsten Retreats vorzubereiten. Die Runde Spaziergang morgens und Abends ist mein Verschnauf-Vergnügen, was ich nicht auslasse.

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WEGBEGLEITER „Die rechte Mitte“

Liebe Freundinnen und Freunde!

Der Frühling geht zu Ende. Viele Blütenblätter sinken zur Erde, andere kommen gerade  hervor und das nehmen wir als Natur bedingt gerne an. In unserer Welt sind die Bedingungen nicht anders, außer dass die  einzelnen Perioden länger anhalten und von uns Menschen selbst produziert werden. Das kann uns psychisch zusetzen, hin- und her- reißen.

Der Erleuchtete nennt es „weltliche Bedingungen , (loka-dhamma)“.

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Umwandlung zur  Reinheit

Liebe Freundinnen, liebe Freunde!

Wieder haben wir Ostern, wieder ist Frühling, die Zeit des Werdens und Wachsens.  

Es ist ein Fest der Umwandlung.

Alles, was neu sprießt als grüne Blätter an den Bäumen, Gras und Blüten kommt direkt aus der schmutzigen Erde.  Sie hat die Kraft aus dem Alten Verrotteten, Frisches, Sauberes, Neues entstehen zu lassen. Im Schmutz stecken bleiben heißt Untergehen, daraus herauswachsen ist Reinheit, Befreiung. Diese Reinheit beglückt uns, sie macht uns und das Leben schöner, freudiger. 

Die ganze buddhistische Lehre ist ein  „Weg der Reinheit“  VISUDDHI MAGGA

In seinen  Lehrreden zeigt der Erwachte, wie Reinigen möglich ist: 

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GEISTIGE – HEIL-ATMUNG – ein spirituelles Weihnachtsgeschenk.

GEISTIGE AKTIVE HILFE FÜR MICH – UND – DICH

In dieser Corona-Pandemie brauchen wir körperliche und seelische Widerstandskräfte. Viele Menschen sind mit Arbeit oder in der Familie überlastet. Andere fühlen sich einsam, unterfordert und möchten gerne etwas  Sinnvolles tun. Beides zehrt an der äußeren wie an der inneren Kraft.

Ich möchte Euch hier eine geistige Energie-Übung vorschlagen, die zum eigenen Nutzen wie zum Nutzen anderer Menschen führt.   

Es geht um drei Aspekte, die wir in dieser Übung mit einander verbinden.

1. Widerstandskraft für uns selbst aufbauen – 2. Widerstandskraft einem (Corona) kranken Menschen in der Vorstellung senden – 3. Dem kranken Menschen die eigene heilsame Bemühung als unterstützende Energie widmen.  

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Sonntag 17.10. Online: liebend freier leben

Meine lieben Leute!

Ich freue mich auf kommenden Sonntag online über Zoom und  lade euch herzlich dazu ein.

 10:00 bis 11:30 Uhr 

Sonntag 17. 10.
„liebend freier leben“
mit Ursula und Brigitte

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Hier findet ihr den Einladungslink zum Zoom-Meeting, dieser gilt für alle Termine.

Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/7811406315?pwd=K2xmVlVlZm45aVdqeU51NlliZndYQT09

Meeting-ID: 781 140 6315
Kenncode: fC3NRW

Kostenbeitrag: ca. € 15,- oder Dana.
Bitte an:
Ursula Lyon
IBAN: AT16 1200 0009 7900 6723
BIC:  BKAUATWW

Wegbegleiter Aug. 2021 “wissensklar“

Liebe Freundinnen und Freunde auf dem Weg!

Die Tage werden kürzer und wir schauen schon auf den Herbst was er uns bringt und wie? War der Sommer eine erfreulich erholsame Zeit? Das hoffe ich für jede und jeden von Euch!

Ich möchte Euch gerne eine Übung  der „Wissensklarheit“ vorstellen, allerdings etwas variiert. Es geht darum, alles was man tut, bewusst zu tun, klarbewusst. Sich genau erinnern können, gehört auch dazu. Vier Aspekte sollen möglichst dabei beachtet werden:

1. Was ich gerade tue oder getan habe – zu welchem Zweck? Ist es von Nutzen?

2. Habe ich es den Umständen maßvoll und angemessen getan?

3. Habe ich mich dem Gebiet, der speziellen Sache oder dem Ablauf wirklich gewidmet?

4. Ist es im Einklang mit der Lehre geschehen – also heilsam? 

Hast Du 5 Minuten Zeit für eine sampajanna-Übung?  Wenn JA – so geht es:

Sitz in Ruhe, wo Du gerade bist- zu Hause oder im Bus, Auto, U-Bahn – im Büro – – –

Atme 3mal tief durch und streck Dich so gut es dort geht!

Das Thema heißt: „So beginne ich meinen Tag“ (heute – oder immer so?)

Wie bin ich aus dem Bett gestiegen? – 

Was habe ich dann gemacht bis ich zum Frühstück gekommen bin? –

Wie viele Menschen auf dieser Erde saßen oder sitzen gleichzeitig mit mir am Tisch, essen und trinken?  Ihnen allen wünsche ich einen guten, erfolgreichen Tag. Mir selbst spreche ich eine frohe Laune zu und wohlwollende, freudige Worte und Gedanken für alle, die mir heute begegnen.  

Segen sei mit allen und mit meinem liebevollen Herzen – hier in diesem Augenblick!

Nun noch einiges für korrektes Programm:

Mein Online-Vortrag am 12.9. fällt aus, also NEIN!

Am Sonntag 17. Okt. ist Online 10.00 – 11.30 Uhr, JA! „Liebend freier leben“ heißt das Thema.

Für Kurz-Entschlossene gibt es noch eine Möglichkeit, einen Ferienkurs : „Yoga-Meditation – buddhistische Lehre“ zu besuchen. 18.Sept. – 25.9.  oder 25.9. – 02.Okt. in Nord-Griechenland. info@neuewege.com.

Erwartungsvoll, froh umarmt Euch Eure alte, erstaunlich gesunde Ursula

Sinnentrieb – So.25.4. ab 10:00

Lieben Leute!

Ursula hat mich gebeten euch zu schreiben, dass die SonntagsSeminare jetzt immer um 10:00 starten.

Das nächste ist in einer Woche und hier unten findet ihr den Link, um daran teilzunehmen.

mit herzlichen Grüßen

Kathrin im Namen von der alten Ursula

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Hier findet ihr den Link zum Zoom-Meeting:

Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/7811406315?pwd=K2xmVlVlZm45aVdqeU51NlliZndYQT09

Meeting-ID: 781 140 6315
Kenncode: fC3NRW

Kostenbeitrag: ca. € 15,- oder Dana.
Bitte an:
Ursula Lyon
IBAN: AT16 1200 0009 7900 6723
BIC:  BKAUATWW

Online Seminare 2021

Meine lieben Leute!

Ich freue mich, meine Sonntagssemiare online über Zoom anbieten zu können und  lade euch herzlich dazu ein. Die Sonntagsseminare finden jeweils am letzten Sonntag des Monats von 10:30 bis 12:00 Uhr statt. Verschiedene Themen werden im Vortrag und mit Übungen behandelt.

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VIII. Schritt auf dem edlen achtfachen Pfad 21.09.-28.09.20 RECHTE SAMMLUNMG samma samadhi

Sammlung nennen wir im Alltag Konzentration. Sie wird überall gebraucht, wo es Aufgaben zu lösen gilt. Das fängt in der Schule an, geht über die Berufsausbildung  zur Existenzgründung und hört nie auf, weil es bis zum Lebensende Schwierigkeiten gibt, die bewältigt werden müssen.   

Wer konzentriert an eine Sache herangeht, schaut sich die Aufgabe genau an, Kennt das Ziel und sucht die beste Lösung für das Problem. Mit Achtsamkeit, Willenskraft und heilsamen Mitteln wird er sich dann an das Werk machen. Wer sich ein hohes Ziel steckt, braucht ein großes Maß an Konzentration, um auf der Erfolgsleiter weiter zu kommen.

Die großen Sportler, Künstler und Wissenschaftler haben sich auf Eine Sache, ein Projekt, konzentriert.  Ohne ihr Training und ihre Kontinuität  hätten sie ihre Spitzenleistungen nicht geschafft.

In der buddhistischen Lehre hat die Sammlung einen hohen Stellenwert.  Allerdings gilt es nicht,  höheres Ansehen, Macht und Erfolge zu erzielen, sondern um eine innere Läuterung zu erfahren, die das innere wie äußere Leben verändert und veredelt und schließlich vom Unbefriedigtsein, dem „Leiden“ befreit.

Alle Schritte des achtfachen Pfades, die wir bisher besprochen haben, müssen uns mit Willenskraft, Achtsamkeit und Konzentration Festigkeit geben, so dass sie uns auf unserem spirituellen Weg leiten und tragen können.

In einem Meditationskurs sind die meisten Leute erschrocken, wenn sie erfahren, wie schwer es ist, sich für länger als ein paar Minuten auf ein Objekt zu konzentrieren. Die Idee, im Kopf leer zu werden, ist eine illusion – aber seine Gedanken zu sammeln und sich damit einen Freiraum zu schaffen; das ist möglich. Da hilft es, zuerst einmal ganz körperlich im Hier und Jetzt bewusst anzukommen. Die meisten von uns sind so vielseitig beschäftigt, dass es schwer fällt, still zu sitzen und sein Bewusstsein nur auf sich selbst zu richten. 

Es gibt viele Meditations-Objekte, viel mehr als wir bei den Pfeilern der Achtsamkeit besprochen haben.

Hier werden wir auf die bewährte Atem-Betrachtung zurückgreifen.

MEDITATION  – DEN ATEM BETRACHTEN  (aus anapanasati)

Ankommen im Hier und Jetzt. Die Schwerkraft wahrnehmen und fühlen wie berührt mein Körper den Boden, die Erde. Aufrichten im Rücken und auf der Vorderseite, die Schultern breit, die Hände im Schoß und die Augen geschlossen. Innerlich feststellen: „Ich bin bei mir“.

Die Achtsamkeit auf das Atmen lenken. Ein- und Ausatmen natürlich kommen und gehen lassen –

Dann das Atmen als einen Ablauf, einen sich wiederholenden Vorgang anschauen.

Einen Atemzug mit seinen verschiedenen Aspekten betrachten: 

„Da beginnt das Einatmen – da hört es auf – da geht es über zum Ausatmen – da beginnt das Ausatmen, da endet es – und geht über zum Einatmen – – – .“ 

Der Atemkreis ist geschlossen und ergibt ein Ganzes – einen Atemzug.- – – 

Das Einatmen bringt uns zur Höhe, zur Fülle – das Ausatmen bringt uns hinunter zur Stille. Leises, inneres Ansagen „Fülle“ und „Stille“ mag helfen, die Achtsamkeit für längere Zeit bei dem Objekt zu halten. –

„Einatmen zur Fülle – ausatmen zur Stille.“

Mit der aufkommenden Ruhe sich dem Körpergefühl widmen, es als eine Einheit spüren.

„Den ganzen Körper empfindend atme ich ein – den ganzen Körper empfindend atme ich aus – so übe ich“. 

Je mehr wir uns einlassen in das ganzkörperliche Empfinden , ohne Beurteilung, ohne den Wunsch, es zu verbessern – einfach so zulassen wie der Atem ihn durchdringt  – umso wohler fühlen wir uns. 

„Wohlgefühl empfindend atme ich ein – Wohlgefühl empfindend atme ich aus –

  so übe ich“.

Dem Wohlgefühl Raum geben, wie groß oder klein wie stark oder schwach es empfunden werden mag, – es ist da.

Das Sich-Einlassen in dieses angenehme Wohlgefühl bringt Freude hervor. Sie mag umfassend oder gering sein aber sie ist in jedem Menschen vorhanden –allein schon lebendig zu sein und zu atmen!

„Freude empfindend atme ich ein  – Freude empfindend atme ich aus – 

  so übe ich.“   

Freude ist erregend und bewegt unsere Gefühle. Wenn man sie anerkennt und ihr bewusst Raum gibt, kann sie erhebend leicht, hell und voll Licht sein.

Aus der Freude lassen wir innere Befriedigung entstehen, denn wir haben bekommen, wonach wir uns sehnen. Inneres stilles Glücksgefühl kommt auf.

„Glück empfindend atme ich ein – Glück empfindend atme ich aus – so übe ich.“

In dieser feinstofflichen Atmosphäre einfach da sitzen in voller Zustimmung und Zufriedenheit – das ist Glücklichsein. – – –  

Ruhig in die Grobstofflichkeit zurückkehren. Den Körper auf der Erde sitzend fühlen, 

tief einatmend sich dehnen und drehen und die erlebte Freude und das Glück in sich wissend, den weltlichen Belangen zuwenden.

Die Hände zusammenlegen und bei sich selbst bedanken. 

Ruhe und Frieden der Welt schenken.

KÖRPERÜBUNG  –  LOTUSBLUME

Die Wurzeln der Lotusblume bilden sich im Schlamm. Während  die Pflanze keimt und nach oben wächst, säubert das Wasser ihren Stiel und der Schmutz fällt ab. An der Wasseroberfläche breitet sie ihre großen grünen Blätter aus. Diese bieten vielen kleinen Tieren Halt und Schutz. Aus der Mitte hebt sich der Blütenstengel zum Licht. Eine Knospe entsteht  – öffnet sich und wird zu einer strahlenden Lotusblüte.  Sie wendet sich dem Himmel zu.  Von ihrer Blüten-Reinheit gleitet jeder Schmutz, jede Verunreinigung ab – sie leuchtet in klarer Schönheit.

Wenn ihre Blütezeit vorbei ist, lässt sie ihre Blütenblätter los und diese sinken langsam in die Tiefe, wo sie einen nahrhaften Boden für neue Blumen bilden.

Die Symbolische Körper-Übung

Aufrecht stehen – die Hände auf dem Herzen.  Sie gleiten am Körper seitlich über die Hüften  und außen an den Oberschenkeln hinunter bis zu den Füßen, dabei neigen sich Kopf und Körper nach unten. –  Die Knie leicht beugen und die Finger am Boden um die Füße herum symbolisch im Schlamm die Wurzeln des Lotus suchen lassen. –

Mit den Handrücken an einander gehen die Hände zwischen die Füße und lassen in dieser Mitte den Keim symbolisch wachsen. Sie gleiten an der Innenseite der Beine hoch und weiter hinauf zum Herzen. –

Dort breiten sich die Arme aus und werden symbolisch zu den großen grünen Blättern auf der Wasseroberfläche. Sie laden Frösche, Libellen, Mücken und Raupen ein, sich auf ihnen auszuruhen. – 

Die Hände über dem Scheitel zusammen bringen, die Fingerspitzen berühren sich  – und der Blüten-stiel hebt sich vom Wasser ab. –

       Es formt sich die Knospe – und langsam öffnet sich die volle Blüte. Sie wendet sich zur Sonne und wiegt sich leicht im Wind in himmlischer Reinheit und Schönheit.- – –

Mit dem langsamen Fallen der Blätter sinken die Arme ruhig und bewusst seitlich hinunter- die Hände gehen außen an den Beinen bis zum Boden, zum Grund, wo neue Wurzeln auf das Wachsen warten. 

Die Übung öfter wiederholen und den Atem der Bewegung anpassen.

Am Ende die Hände vor dem Herzen zusammenlegen  und sich vor der Verwandlung aus dem Schmutz zur Reinheit verneigen.

BUDDHALEHRE

Rechte Sammlung – samma samadhi

Wenn in der Lehre von Sammlung gesprochen wird, ist die starke, anhaltende Konzentration gemeint, die zu den Vertiefungen führt (jhanas).

Das ist meistens ein längerer Weg. Der Atem soll uns als Sammlungspunkt dienen. 

Am Anfang, wenn der Geist noch nicht zur Ruhe gekommen ist, ist es schwer, die Gedanken  auf die Atmung zu fokussieren. Sie zerstreuen sich oder laufen im Kreis und stehen nicht still.

Immer wieder muss man sie einfangen, zurückholen, einsammeln. Der Moment, in dem der Geist auf dem Objekt, dem Atem ruht, heißt „momentane Sammlung“. Sie zu üben, bringt die „längere Sammlung“ hervor mit  an haltender Konzentration. Sie entwickelt sich bei gutem Sitzen und wird zur „angrenzenden Sammlung“. In dieser Phase ist der Geist klar und kann gute Einsichten und Erkenntnisse hervorbringen.

Bis hierher hat der Übende den Atem zur Konzentration gebraucht. Dann ist es die Konzentration selber, ohne die Ausrichtung auf den Atem, welche den grobstofflichen Körper in Feinstofflichkeit umändert. Da gilt es, anzunehmen und sich einzulassen.  

Zuerst ist es ein ganzheitliches Wohlgefühl, das sich leicht, rieselnd, porös oder vibrierend o.ä. anfühlt. Es kommen noch Gedanken hoch aber das Ganzheitsgefühl bleibt im Vordergrund.

Dieser Zustand geht über in helle Freude. Er ist erhebend, liebevoll, weitet Herz und Geist und wird „Entzücken“ genannt. Im Hintergrund tauchen noch Gedanken auf.       

Es entwickelt sich weiter und wird ruhig. Innerlich lässt sich die Übende nieder in Vertrauen und Wunschlosigkeit. Es ist still und friedlich, die Gedanken haben sich gelegt.  Es ist inneres Glücksgefühl.

Die vierte Vertiefung hat eine Schwelle, die nicht leicht zu überschreiten ist. Da  heißt es, die Ich-Kontrolle abzugeben – sich hinein sinken zu lassen in die Tiefe. Man könnte es mit „Ich-Tod“ bezeichnen. Es ist tiefer Frieden. 

Ob man nur kurz in eine Versenkung kommt oder lange darin bleiben kann, hängt von der geistigen und auch körperlichen Verfassung ab. Sich sehr um Versenkung zu bemühen, bringt keinen Erfolg, weil es nicht um Machen sondern um Einlassen geht. Menschen, die sich hingeben können, kommen leichter in Vertiefungen.

VIER JHANAS – feinstofflich

1. Körperlich-Geistig Eins sein = ganzheitliches Wohlgefühl mit Gedanken.

2. Erhebende Freude, Licht und ausweitende Liebe = PITI, mit leichten Gedanken.

3. Ruhiges innerliches Glücksgefühl, Wunschlosigkeit = SUKHA, ohne Gedanken

4. Ruhiger , klarer, tiefer Frieden in Ich-losigkeit = UPEKKHA, Gedanken- und Sinnen-frei

Vier unstoffliche Vertiefungen

1. Raumunendlichkeit – Raumlosigkeit

2. Bewusstseinsunendlichkeit – Zeitlosigkeit

3. Leerheit – Begriffelosigkeit

4. Weder Wahrnehmen – noch Nicht-Wahrnehmen – Zwischenweltlichkeit 

Freude, Glück und Frieden erleben wir zeitweise auch in der grobstofflichen uns  gewohnten Welt. In den feinstofflichen Vertiefungen sind diese Gefühle reiner und intensiver. Die Hemmungen und von den Sinnen angeregten Triebe sind in diesen Stadien nicht vorhanden.

In der vierten feinstofflichen und allen unstofflichen Vertiefungen tritt das Ichbewusstsein zurück.  

Nach dem Erlebnis einer Vertiefung soll man sich aller Veränderungen bewusst werden und Einsichten daraus schöpfen. (Buch „Meditation ohne Geheimnis“ von Ayya Khema).

Die Vertiefungen zeigen uns, dass wir ohne unser triebhaftes Begehren und ohne Ablehnung innere Freiheit und Reinheit erleben können, die höher sind als unsere normalen Glücksgefühle. Weite Liebe und Verbundenheit in feinster Form kann sich darin zeigen.

Die Abwesenheit einer Ich-Darstellung, auch nur in Gedanken und im Gefühl, ergibt eine sonst nie erlebte Klarheit und Freiheit.   

FRAGEN

Wann hast du Momente der Ichlosigkeit im normalen Leben erfahren?

Erinnerst du dich an sogenannte „Gipfel-Erlebnisse“?

Was hat bei dir einen besonderen Eindruck hinterlassen?

MEDITATION –  DIE VERGÄNGLICHKEIT BETRACHTEN anicca-nupassana

Ankommen des Körpers im Hier und Jetzt.  In Ruhe den Atem betrachten. – – –

Ein Atemzug folgt dem andern – ständiger Wechsel, Bewegung – – –

Den Atemvorgang betrachten: Abschnitte Wahrnehmen – – – zusammengesetzt

Anfang und Ende von Ein- und Ausatmung wahrnehmen – – – keine Fixierung möglich

Atmung + Körper verbunden als Ganzes – – – Atem allein nicht existent

Atem und Körper reagieren auf einander – – – abhängig von einander

Atem nur im JETZT fühlbar – – – regulierbar im Pranayama / natürlich – bewusst wahrnehmbar

Jeder Atemzug ist NEU – – – wird alt – vergeht – stirbt – – – wird neu – entsteht -verweilt – verändert

Mit dem ersten Atemzug bin ich geboren – mit dem Letzten sterbe ich  – – – so ist Leben  

Mein Körper ist dem Atem gleich, meine Gefühle sind ihm gleich, meine Gedanken sind ihm gleich???

FRAGE: Wann fühle ich mich wohl mit meinem Atem?

Wenn ich ihn regulieren kann?

Wenn ich ihn bewusst zulasse?

Wenn ich ihn nicht beachte? 

Kann ich den Atem als MEIN betrachten, als Besitz, als etwas Bleibendes, mir gehorchend? ICH?

Kann ich ihn als EINEN Atem betrachten? unpersönlich – der Natur entsprechend? NICHT-ICH?

SO ist die Natur des Atems: vergänglich, substanzlos, leidhaft – – – SO ist das Leben.

In der Natur des ATMENS erkenne ich das LEBEN. Ich kann es ablehnen, dagegen kämpfen, es regulieren wollen – oder – annehmen, einverstanden sein – erkennend klug entscheiden.

Vergänglichkeit anicca, Unvollkommenheit dukkha, Substanzlosigkeit anatta, So-heit tathata  

Das sind die Lebensgesetze – die Leben-Gestalter.

Mögen wir sie erkennen, sie integrieren und im Einverständnis glücklich und in Frieden leben.

METTA

„ Und der Weise setzt sich zu Mond und Sternen und hält Raum und Zeit in seinen Armen.“

                               (chinesischer Meister)

Wir sehen mit den Augen dieses Weisen herab auf die Erde. Wir erkennen Berge, Flüsse und Meere und sehen den Anfang, wie es sich langsam so gestaltet hat, und wie Vieles schon wieder vergangen ist. Im Zeitenlauf steigen die Wellen und sinken wieder herab. Aus ihnen werden immer neue Kreaturen geboren, Pflanzen, Tiere und Menschen. –

Und darüber breitet sich der Himmelsraum aus und umhüllt diese Wunderkugel liebevoll. Sonne, Mond und Sterne sind die Hüter des Lebens, sie bewegen die Erde und alles was darauf lebt.

Alles erhält von ihnen Energie zum Gestalten, zum Werden und zum Vergehen im kleinsten Wesen wie in großen Scharen, in Völkern in ausgedehnten Lebensbereichen. –

Wie klein scheint die Erde, wie winzig die Menschen in ihren Behausungen und wie seltsam ihre Wanderungen seit  unendlicher Zeit. Ihr Weinen und Lachen, ihr Schreien und Lieben haben sie hinein gegeben in diese Welt. –

Von Begehren und Angst getrieben kämpfen und töten sie – aber auch die sind da, die helfen und sorgen und behüten – sie lieben. 

Und der Weise bei Mond und Sternen umarmt sie alle im kleinsten Dasein – in kosmischen Zeiten – in unendlichen Räumen. Mit den Augen der Weisheit und den Armen der Güte und des Mitgefühl umhüllt er diese Welt, mit allem was darin war, jetzt ist und sein wird. So hält er das Universum.

In tiefem Vertrauen verneigen wir uns vor den überweltlichen Kräften.

Mögen wir Klarheit, Ruhe und Glück finden und verbreiten. Mögen wir uns in das Leben einlassen!        

VII. SCHRITT auf dem edlen achtfachen Pfad RECHTE ACHTSAMKEIT = samma sati Woche: 14.09.-20.09.2020

Wie wichtig ist die Achtsamkeit für diesen spirituellen Weg?

Buddha:

„Der einzige Weg, ihr Jünger, der zur Läuterung der Wesen führt, zur Überwindung von Sorge und Jammer, zum Untergang von Leiden und Trübsal, zur Beschreitung des rechten Pfades und zur Verwirklichung des Nirwahns – Das sind die vier Pfeiler der Achtsamkeit.“

„Da verweilt der Jünger in Betrachtung des Körperlichen, in Betrachtung der Gefühle, in Betrachtung des Bewusstseins und in Betrachtung der Geistobjekte eifrig, klarbewusst und achtsam, nach Verwerfung weltlichen Wünschens und sich Grämens.“ 

So hat der Erhabene nach der Überlieferung zu seinen Mönchen gesprochen. Inzwischen wird die Achtsamkeit nicht nur in Klöstern gelehrt, sondern in Kursen für gestresste Menschen in weltlichen Berufen, für friedlichen Umgang mit einander und auch ganz individuell für ein bewussteres Leben.

Wo spielt sich diese viel gerühmte Achtsamkeit ab?

Auf den vier weltlichen Lebensebenen:

Auf der körperlichen, materiellen Ebene – der Gefühls-Ebene – der Gedanken-Ebene und der spirituellen, religiösen Ebene.

Wir leben auf allen vier Ebenen gleichzeitig und ziehen doch durch unsere Wünsche und Abneigungen jeweils ein Achtsamkeits-Gebiet vor. Mal ist es die Gesundheit des eigenen Körpers, Sport u.a. oder eine neue Anschaffung, neue Wohnung , mal sind die Gefühle der Zuwendung und Liebe oder der Wut, Schuld, Scham im Vordergrund, mal der Wissensbereich, das Lernen, Ausbildung, und mal die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach Tod und Wiedergeburt. 

In der Meditation werden alle Bereiche, angesprochen, trainiert und nach Möglichkeit im Alltagsleben eingesetzt.    

Vor 40 Jahren wurde mir das Wort ACHTSAMKEIT von Prof E.Crisand, mit dem ich das „Anti-Stress-Training„ schrieb, durchgestrichen und durch das Wort AUFMERKSAMKEIT ersetzt. Inzwischen ist es in aller Munde. Es bedeutet mehr als aufmerksam zu sein. Sich achtsam einer Sache zuwenden auf etwas hinschauen, hinspüren und etwas Neues entdecken – so zeigt sich rechte Achtsamkeit.

Dazu ein Gedicht von  Juan Ramon Jimenez

Lass den Tag nicht verstreichen,

ohne ihm ein großes oder ein kleines Geheimnis abzuringen.

Es sei dein Leben wachsam,

täglich eine Entdeckung.

Für jede Krume harten Brotes,

die dir Gott gibt, gib du ihm

den reinsten Edelstein deiner Seele.

Ja, es geht um die Geheimnisse – dieses kleine  „AHA!“ – „So ist das wirklich“.

Da führt uns die Achtsamkeit hin – zur SOHEIT – „tathata“. Der Buddha wurde auch der TATHAGATA  genannt , der „So-Gehende“. Es so in seiner Tiefe und im ganzen Umfang zu erkennen, was Leben und Sterben, Leiden und Befreiung bedeutet – das ist Nirvana. 

Ganz praktisch wird begonnen: Mit der Achtsamkeit im täglichen, weltlichen Leben und mit der Meditation.  Da geht es um gute, nützliche Methoden. Heute wissen wir wie wichtig es ist, von dem Druck, alles schnell und möglichst viel zu erledigen, etwas zurück zu treten, um nicht in das Stressloch, das bedrohliche „burnout“ zu fallen. Ruhig, langsamer und bewusst handeln, sprechen, denken, gibt dem Tun mehr Wert und stellt das Gleichgewicht wieder her. In der richtigen Balance fühlen wir uns wohl und können darüber hinaus auch stetiger und sinnvoller Handeln. 

MEDITATION  – Die Achtsamkeit auf Ein- und Ausatmung

Anapanasati in 8 Schritten

In längeren Retreats wird Anapanasati in 16 Schritten angeleitet, hier in acht Schritten nur angedeutet.     

Am Meditationsplatz in Ruhe ankommen. Bewusst lange ruhige Atemzüge machen. Dann den Atem natürlich kommen – und gehen lassen.

ANLEITUNG

1. Wenn das Einatmen lang oder kurz ist, dann weiß ich, es ist lang oder kurz – wenn das Ausatmen lang oder kurz ist, dann weiß ich, es ist lang oder kurz  – so übe ich.

(- den Atem kennen lernen, ob er lang oder kurz ist, tief oder flach, grob oder sanft?)

2. Den  ganzen Körper empfindend atme ich ein – den ganzen Körper empfindend atme ich aus – so übe ich.

(Der Atem erfasst den ganzen Körper, alle Zellen und das spüre ich in der Bewegung des Körpers. Er weitet sich und verengt sich. Es ist ein einheitliches Empfinden)

3. Freude und Glück empfindend atme ich ein – Freude und Glück empfindend atme ich aus – so übe ich.

(aus dem Einheitsgefühl von Körper und Atem lasse ich Freude und Glück entstehen)

4. Erfreuliche und unerfreuliche Gedanken nehme ich einatmend wahr – erfreuliche und unerfreuliche Gedanken nehme ich ausatmend wahr – so übe ich.

(erkennen wie sich Gefühle an Gedanken binden und Gedankengänge hervorrufen)

5. Die Geisteszustände wahrnehmend atme ich ein – die Geisteszustände wahrnehmend atme ich aus – so übe ich.

(Den momentanen Bewusstseinszustand erfassen – die Stimmungslage?)

6. Den Geist sammelnd atme ich ein – den Geist sammelnd atme ich aus – so übe ich.

(Punktuelle achtsame Konzentration ist gefordert, z.B. sich auf den Punkt am Naseneingang beim Ein- und Ausatmen zu konzentrieren)

7. Die Vergänglichkeit betrachtend atme ich ein – die Vergänglichkeit betrachtend atme ich aus – so übe ich.

(das Entstehen und Vergehen jeden Momentes wahrnehmen z.B. Atem entsteht – Atem vergeht, kaum, dass er da ist – ist er schon wieder weg, vorbei!)

8. Die Erlösung betrachtend atme ich ein – die Erlösung betrachtend atme ich aus – 

so übe ich.     

(Im fühlenden Erkennen, dass ALLES vergänglich ist, nichts wirklich fassbar, lasse ich im Geist das begehrende Festhalten an den Dingen des Lebens los. Ich fühle mich frei!)

KÖRPERÜBUNG

YOGA – DER PFEIL / Pfeil und Bogen

Zum Abschießen des Pfeils gehört ein Ziel, gute Standsicherheit, Kraft und Balance und das rechtzeitige Loslassen.

Übung:

Im aufrechten Stand. Rechten Fuß über den Linken kreuzen, fest aufsetzen. 

Die Beine gegen-einander  pressen, das Gesäß, den Bauch und die Mitte vorne und hinten anspannen – den Brustkorb breit dehnen und die Schultern spannen.

Die ausgespannten Arme langsam über den Kopf heben und die Hände gegen einander drücken zu einem Pfeil formen. Der ganze Körper von  den Füßen bis zu den Fingern ist in Spannung. Wer die Haltung intensivieren will,  kreuzt die Arme rechts vor links und dreht die Hände so, dass die Finger wieder zu einander kommen. Die Körperkraft von unten nach oben aufsteigen lassen. 

Kraftvoll atmen und sich der Pfeilrichtung zum Himmel bewusst sein! –

Achtsam die Spannung von oben nach unten langsam auflösen. Die Arme langsam senken und dabei Stück für Stück die Körperregionen entspannen.

Die Füße in kleiner Grätsche auseinander stellen, den Körper locker vorbeugen und die Arme nach unten kreuzend schwingen lassen.

Die Übung mit der anderen Fußstellung  – jetzt links über rechts kreuzend, wiederholen.

Wer es kennt kann den BOGENSCHÜTZEN anschließen.

BUDDHA LEHRE: die Achtsamkeit (SATIPATTHANA)

Die Achtsamkeit ist ein zentrales Element der Lehre. Sie verschafft uns Zugang zur Einsicht, zur Selbsterkenntnis, zur Mitmenschlichkeit, zur Welterkenntnis und schließlich zur kosmischen Sicht. Sie ist das Mittel, auf dem Konzentration, Erforschen und Erfassen aller Lebensvorgänge  aufbauen. Sie ist lenkbar und kann vom Menschen selbst in individueller Form in die gewünschte Richtung geführt werden. In der rechten Achtsamkeit sind Denken und Fühlen gepaart, was in gütiger, gesammelter Zuwendung zum Ausdruck kommt.

SATIPATTHANA fasst die verschiedenen Achtsamkeitsformen zusammen. 

Wörtlich bedeutet es, die Achtsamkeit beständig in Gang zu halten. 

M 10 / D 22   Satipatthana Sutta

Vier Grundlagen:

1. Betrachtung des Körperlichen = kayanupassana  

2. Betrachtung der Gefühle, Empfindungen = vedananupassana

3. Betrachtung des Geistes, des Bewusstseins = cittanupassana

4. Betrachtung der Geistobjekte = dhammanupassana

Bei Körper-Achtsamkeit wurden folgende Achtsamkeits-Objekte empfohlen:

Ein- und Ausatmen, Körperpositionen, Körperbewegungen, Körperteile, die vier Elemente, Leichenbetrachtung. 

Bei Achtsamkeit auf die Gefühle:

Alle Gefühle die aufsteigen bemerken; angenehme, unangenehme, indifferente, erfreuliche, unerfreuliche – weltliche und überweltliche.

Bei Achtsamkeit auf das Bewusstsein:

Stimmungen und Emotionen erfassen und die dabei auftretenden Gedanken.  Den Geisteszustand bemerken, ob Gier, Hass oder Verwirrung im Geist ist? zerstreut, verkrampft  und nicht entfaltet, übertreffbar – oder  das positive Gegenteil: gierlos, hasslos, gesammelt, leicht und entfaltet, unübertroffen und befreit.

Bei Geistobjekten:

Betrachtung ob die fünf Hemmungen im Geist anwesend sind, erkennen wie sie entstehen und wie sie aufgehoben werden können. Wie geistige Prozesse vor sich gehen, wie Kausalketten ablaufen. Wie der Geist am ICH hängt; Die Ichheit nicht fassbar ist.

M 119   

FRAGEN

Was ist dir von der Achtsamkeit am wichtigsten? 

Was wendest du bewusst an?

Welche Form der Meditation liegt dir besonders?

Hast du eine beständige Meditationspraxis?

Kannst du Achtsamkeits-Aspekte in deinen Tag einfügen?

Wann fällst du aus der Achtsamkeit heraus?   

Wenn du schon länger übst – kannst Du Veränderungen an und in dir und an deinem Verhalten anderen gegenüber feststellen?

METTA –KARUNA – MUDITA – UPEKKHA  = BRAHMA VIHARA

„Vier göttliche Verweilungen, (Brahma Vihara),  gibt es, oh Menschen: 

liebende Güte – Metta, Mitgefühl – Karuna, Mitfreude – Mudita, Gleichmut – Upekkha“.

Die Herz erlösende Güte

„Der Erhabene sprach:

„Alles, was wir hier tun können, um unser künftiges Los zu bessern, verschwindet an Wert neben der herzerlösenden Güte. Die herzerlösende Güte nimmt alles andere in sich auf und leuchtet und glänzt und strahlt. Gleichwie aller Sternenschein verschwindet neben dem Schein des Mondes, der jenen in sich aufnimmt und leuchtet und glänzt und strahlt.“

                                                                           (itivuttaka)

Wir suchen alle nach Liebe – und finden sie auch zeitweise in der Beziehung zu einem anderen Menschen,  oder als Hingabe an eine kreative Arbeit oder in einem Helferberuf … 

Es kann uns zeitweise glücklich machen und erfüllen. Wenn dieser Zustand nicht gehalten werden kann, weil auch er der Vergänglichkeit unterliegt, sind wir unglücklich – kommen uns manchmal sogar verraten vor. Wir suchen weiter nach der vollkommenen Liebe, wo alles stimmt, wo wir aus tiefstem Herzen JA sagen können. Es gibt nur dies: Entweder bescheiden wir uns mit der unvollkommenen Liebe – oder wir bleiben die Ewig Suchenden.

Der Erwachte hat uns mit der „Herz Erlösenden Güte“ eine Liebe geschenkt, die uneingeschränkt glücklich machen kann. Sie hat weder mit Besitz, mit Einwilligung  oder Gegenseitigkeit zu tun, nicht mal mit Erwartungen – Sie ist einfach nur offen für alle, für das Anderssein anderer – für das Leid, das Glück, die Eigenarten menschlichen Lebens. Sie ist tiefes Verstehen der weltlichen Unvollkommenheit und nimmt sie in sich hinein, so wie sie ist.   


Metta-Betrachtungen und Metta-Meditationen sind Mittel, um an die erfüllende weise Liebe heran zu kommen.  

METTA MEDITATION –  STERNENHIMMEL  (eine Version nach Ayya Khema)

Wir schauen sicher alle täglich zum Himmel und nachts, wenn der Himmel klar ist, sehen wir die Sterne. Allein hinaufzuschauen und sich von der Schönheit und Unermesslichkeit dieses strahlenden  Himmelsgewölbes berühren zu lassen, öffnet unser Herz und lässt uns tiefe Liebe empfinden. Wir nehmen diesen Sternenhimmel in unser Herz hinein. Wir fühlen uns geliebt und behütet und wir füllen uns ganz damit an. 

Wir nehmen einen Stern aus unserem Herzen und schenken ihn dem Menschen, den wir schätzen und gern haben und sehen im Geist wie er sich freut. Die nächsten Sterne gehen an unsere Eltern, ob sie noch am Leben sind oder nicht. Wir sind glücklich, ihnen dieses Herzensgeschenk machen zu können. Es ist Liebe und Dankbarkeit, die zu ihnen strahlt.

Funkelnde Sterne lassen wir zu den Menschen gehen, die mit uns leben und die in unserer Nähe sind. Trost, Freude und Liebe strömt mit dem Sternenlicht in ihre Herzen.    

Rundherum um uns lassen wir das Funkeln und Leuchten der Sterne die Menschen, Tiere und alle Wesen mit Zuwendung und Liebe berühren.

Wir denken an die, welche krank sind oder Schwierigkeiten haben; wie sie zum Himmel hinaufschauen und sich göttlichen Rat und Liebe wünschen. Möge das Sternenlicht ihnen Zuversicht und Kraft schenken.   

Wir öffnen unser Herz mit den vielen Sternen und lassen ihren silbernen Schein über die ganze Welt gehen. Alles Leben ist umfangen von der unergründlichen Weisheit und Liebe der Natur. 

Mögen wir Weisheit und Liebe als den größten Stern in unserem Herzen bewahren. Wir wissen, dass sich Wohlwollen, Mitgefühl, Freude und heitere Gelassenheit  im Glanz dieses Sterns vereinen. Möge der Sternenschein  allen Wesen Glück bringen.

„das heilende Mitgefühl“