Meine lieben Freundinnen und Freunde im Dhamma!
Der Vollmondtag im Mai hat für Buddhisten größte Bedeutung. Er wird in Erinnerung an Buddhas Erleuchtung vor 2500 Jahren als größter Feiertag angesehen und in zeremonieller Weise gefeiert. Von der ÖBR werden viele “Vesakh”- Feiern angeboten. In Wien findet sie bei der Friedenspagode an der Donau am 31. Mai statt. Alle Freunde des Buddhismus sind dazu herzlich eingeladen. Der Beginn ist um 16 Uhr mit dem zeremoniellen Teil, thailändischer Tanz schließt sich an und endet mit Essens-Angeboten aus verschiedenen asiatischen Ländern.
Mein Vorschlag, heilsame Segenswünsche als Friedenskräfte in die Welt zu schicken, wurde gerne von den Organisatoren angenommen. Ich denke an eine Theravada-Gruppe, welche den Dhammapada Vers 183 in Deutsch und in Pali (Buddhas Sprache) vorträgt und dann die Anwesenden einlädt, diese Worte an alle Lebewesen zu richten und mit einer Verneigung in alle vier Himmels-Richtungt zu sprechen. Der schriftliche Text wird vorher schon verteilt. Um sich damit vertraut zu machen, schreibe ich den Text hier in Deutsch und Pali auf.
1
Alles Unheilsame zu lassen, Von allem Bösen abzusteh’n,
Alles Heilsame zu tun, Das Gute zu vermehren stets,
Den eigenen Geist zu läutern, – zu läutern seinen eignen Geist:
Das lehren alle Erleuchteten. Das ist der Buddhas Lehrgebot. (Nyanatiloka)
2
Sabba-papass’ akaranam, Ich bemühe mich, alles Unheilsame zu lassen,
Kusalass’ upasampada, Alles Heilsame zu tun,
Sa-citta-paryodapanam; Meinen Geist zu klären,
Etam buddhana sasanam. Und mein Herz mit Liebe zu füllen. (U.Lyon)
Da ich diesen Kraftvers liebe und ihn im Unterricht oft zitiere ,können ihn schon Viele von Euch auswendig. Ich fände es wunderbar, wenn Ihr diese Zeremonie an der Friedenspagode am Sonntag 31.5. etwa um 17 Uhr mitmachen würdet.
In den asiatischen buddhistischen Ländern wird Vesakh in einer Puja bei Vollmond in der Nacht gefeiert. In den Klöstern und Pagoden werden die Buddha-Statuen feierlich hergerichtet und die Anhänger kommen mit Blumen, Kerzen und Gaben für die Mönche dort zusammen und überreichen sie in großer Ehrfurcht. Sie bringen auch Essen mit, das am Ende der Zeremonien gemeinsam verzehrt wird. Die Mönche rezitieren die heiligen Texte in Pali (Buddhas Sprache), die Laien sprechen die Ethik-Formeln und nehmen Zuflucht zum Buddha, Dhamma und Sangha. Es ist ein feierlich, fröhliches Fest.
Es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich auch hier im Westen dem Buddhismus zuwenden. Die Leiterinnen, Leiter und ehrenamtliche Mitarbeiter der ÖBR (Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft), machen es möglich, dass Meditationen, Belehrungen und Zusammenkünfte allen Interessierten zuteil werden, ohne Kosten. Die freiwilligen und freizügigen Spenden aller Teilnehmer und Freunde erhalten diese umfassende, großzügige spirituelle Institution.
Ich bin froh und dankbar, dass es in dieser “gottlosen” Zeit neben den amtlichen Kirchen diesen offenen, freien, spirituellen Raum für alle Suchenden gibt.
Mögen alle Wesen glücklich sein.
Aus uralten glücklichen Augen: ”Möget Ihr mit Freude in den Frühling schauen!”
Eure alte Ursula
Bekanntmachung:
Am 25.5., Pfingstmontag 10:00 – 11:30
Im Buddhist. Zentrum am Fleischmarkt 16/ I (ÖBR)
Meditation zur Heiligen Kraft
Am Donnerstag 28.5. morgens um 7 Uhr in ORF II
“Guten Morgen Österreich”
Präsentiere ich mein Buch “Verwandlung”.
Am Sonntag 31.5. 16:00 – 18:00
Vesakh-Feier an der Friedenspagode / Donau