Menschenwürde und Ehrerbietung

Liebe Wegbegleiter-innen

,
viel Sonnenschein und ein heiteres Gemüt wünscht Euch Eure

80 -jährige Wegbegleiterin Ursula

Worin besteht die Menschenwürde?

Wenn Menschen anerkannt werden und ihr Wert geschätzt wird, dann mag das Gefühl
von eigener Würde aufkommen. Aber schon als Mensch geboren zu sein, hat mit
innerer Würde zu tun, denn ohne irgend eine positive, heilsame Eigenschaft oder
Tat könnte der Mensch nicht in menschlicher Gestalt wiedergeboren sein. Ob man
seinem eigenen inneren Wert Bedeutung zumisst und diesen auch kultiviert, das
ist eine Frage der Lebensumstände, der Einsicht und eines innerlich fordernden
Wunsches.

Es mag übertrieben erscheinen, wenn geistige Lehrer als Ehrwürdige angesprochen
werden. Ist es nicht wichtig, dass man jemanden als wertvoll anerkennen kann und
ihn schätzt – vielleicht deswegen um sich selbst mit diesen Werten zu verbinden?

Herzensgüte und ein ethisches Verhalten können einen tief beeindrucken. In der
buddhistischen Lehre wird die behutsame Achtsamkeit und der Rückzug von Zeit zu
Zeit in die innere Stille als notwendige Mittel angesehen, um sich seinem
tiefsten Gefühl von Würde widmen zu können. Nur wenn wir uns mit unseren inneren
Werten verbinden und sie wichtig nehmen, kann unser Selbstwert-Gefühl wachsen.

Selbstachtung bedingt Würde, die nicht mit dem Stolz des Hochmutes verwechselt
werden darf.

Würdigen Menschen und im spirituellen Sinn, erleuchteten Wesen, Ehrerbietung zu
erweisen, hilft uns, von Überheblichkeit und Egozentrik loszulassen.

Damit verbunden sind Dankbarkeit und vielleicht sogar Liebe.

Das Wort WÜRDE habe ich im Lexikon vergeblich gesucht; es scheint aus der Mode
gekommen zu sein – . Dafür fand ich aber viel über Menschenrechte als
unantastbare Rechte und Freiheiten jedes Einzelnen, was politisch und ethisch
gefordert werden kann und soll. Und doch ist die Menschenwürde nicht abhängig
von den Menschenrechten; sie liegt auf einer anderen, inneren, spirituellen
Ebene, obwohl sie im äußeren Leben Gestalt annehmen kann.

Im Dhammapada 109 steht: (Nyanatiloka)

„Wer ehrerbietigen Wesens ist,

stets den Gereiften Ehr erweist,

Bei dem gedeih’n der Dinge vier:

Lang‘ Leben, Schönheit, Glück und Kraft.“

Ich habe lange gebraucht, mich vor echten, geistigen Symbolen und spirituellen
Lehrern ehrerbietig zu verneigen; bis ich die Kraft und eine vertrauensvolle
Sicherheit spürte, die daraus erwuchsen. Schließlich wurde das Verneigen und
Begrüßen aller Mitwanderer auf dem Weg zu einer richtigen Freude und zu einem
Gefühl von inniger Verbundenheit für mich. Darüber hinaus grüße ich gerne alle
Wesen und achte sie in ihrer eigenen und oft ganz anderen Art.

Mit großer Wertschätzung und herzlichem Dank für alle Geburtstagsgratulationen
und die schönen Geschenke grüße ich Euch ALLE und verneige mich in Achtung und
Wertschätzung.

Eure Wegbegleiterin Ursula

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