Ankommen?

Liebe Wegbegleiter-innen!

In einer Woche ist Advent. Das heißt „ankommen“.

Im Nicht-christlichen Sinn können wir uns fragen, wo wir am Ende dieses Jahres
angekommen sind – und vielleicht auch wie?

War es ein rascher Durchlauf durch Tage, Wochen, Monate und sind wir froh , es
hinter uns zu lassen dieses eventuell mühsame Jahr?

Nichts anderes als all die anderen Jahre vorher mit all den Gewohnheiten, den
typischen Reaktionen von uns und unserer Umgebung; ist es so abgelaufen?

Wollen wir genau so weiter machen?

Sehen wir uns die Dinge und Begebenheiten des letzten Jahres mal im Rückspiegel
an.

Haben wir bewusste Entscheidungen getroffen – wenn Ja mit welchen Kriterien?

Haben wir das meiste Routine mäßig erledigt, weil weder Zeit, Energie noch
Kreativität für Neues aufzubringen war?

Ist der Alltags-Stress zu groß?

Im Nachhinein erkennen wir wahrscheinlich deutlicher die Licht- und
Schattenseiten der verflossenen Lebensspanne 2007.

War es der in der Lehre beschriebene Wechsel von Freude und Leid? In den 8
Daseinsbedingungen geht es zu wie auf einer Wippe:

Erfolg – Misserfolg / Anerkennung – Missachtung / Lob – Tadel / Glück –
Unglück. Ist mein Leben so ähnlich verlaufen?

Vielleicht halten wir diese Aufstellung für zu pessimistisch oder vielleicht zu
optimistisch – auf längere Sicht entspricht es doch der Wahrheit.

Alles regulieren und kontrollieren können wir nicht – aber vernünftig mit den
Dingen und Ereignissen umgehen; das ist für uns möglich.

Dazu ist allerdings WEISES BESINNEN nötig!

Mit welchen Ereignissen können wir besser umgehen: mit den erfreulichen oder
mit den unerfreulichen?

Was hat uns mehr Impulse für unsere Entwicklung gebracht? Hat uns etwas zum
Spirituellen hingedrängt? D.h. zu Dingen, die nicht mit Geld verdienen und
Pflichten zu tun haben? Vielleicht ist es Sehnsucht nach Ruhe, nach Liebe, nach
Zu-Sich-Kommen – oder nach Wahreitssuche?

Die Sehnsucht ist gut, weil sie ein inneres Bedürfnis aufzeigt; Vorsätze etwas
dafür zu tun sind besser, weil es Antrieb für die Motivation ist ; am besten
ist das tägliche Umsetzen – auch wenn es in kleinen Portionen geschieht.

Fixiere ich mich selbst nicht mit der Idee, keine Zeit (selbst 10 Mn. sind nicht
drin) für Meditation zu haben; keine Metta-Gedanken aufbringen zu können;
keine Geduld für achtsames Tun zu haben???

Unser Leben ist ein ständiges Gehen und Ankommen. Das Ankommen zeigt an, was
gerade vorbei ist – hält für uns den gegenwärtigen Moment aber bereit für
Freies Tun und Empfinden.

JETZT BIN ICH DA! Jetzt tue ich dies – jetzt lasse ich das! So fühle ich mich
im Augenblick!

DAS IST ANKOMMEN IM LEBEN!

Alles andere ist Verlangen und Ablehnen, PLanen und Bedauern, Kämpfen, Leiden
und sich Ängstigen – alles aus Vorstellungen, Grübeln, Denken!!!

Warum versuchen wir nicht mit kleinen Schritten wirklich zu leben?

Jeden Tag etwas Achtsames, Heilsames, einbringen – jeden Monat sehen, dass es
schon leichter geht – jedes Jahr eine Entwicklung feststellen – und sich daran
freuen!

Jeden Tag etwas Unheilsames, Leid-Bringendes lassen – jeden Monat sehen, dass
die Bereinigung weiter geht, – jedes Jahr einen Neuen Menschen in sich
begrüßen!

Schau mal nach: Wie hört sich das für mich an?

Bin ich gerade angekommen?

Nehme ich mir etwas Ruhe für Besinnung?

Breche ich auf zu neuen Möglichkeiten?

Mit vielen herzlichen, heilsamen Wünschen bin ich Eure Wegbegleiterin Ursul

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert