Vertrauen

             

Woraus besteht Vertrauen?

Was macht es mit mir?

Was bedeutet es für mein Leben?

Wie kann ich es entwickeln?

Wo finde ich die Samen? 

Gegenspieler des Vertrauens?

Was machen sie mit mir?

Wie kann ich mit ihnen umgehen?

VERTRAUEN

1. Woraus besteht es?

Es braucht Toleranz, Akzeptanz, Verstehen, Wissen, Zuwendung

2. Was macht es mit mir?

Gibt mir Kraft, Mut, Möglichkeit des Annäherns,  zur Liebe, Schutz, Gemeinsamkeitsgefühl

3. Was bedeutet es für mein Leben?

Öffnung für andere Menschen, andere Wesen, gute Kommunikation, Anker in schwierigen Zeiten.

4. Wie kann ich Vertrauen entwickeln?

Auf Menschen, Situationen zugehen mit dem Mut Zurückweisung zu ertragen. Keine 100 % erwarten! Die Unvollkommenheiten in allem bedenken.

5. Wo finde ich die Samen des Vertrauens?

Im Erkennen, dass Vertrauen immer da ist und immer da war! Ohne Vertrauen ist kein Leben möglich! Essen, Schlafen, Kleidung, Hilfe bei Krankheit – das hat mein Leben erhalten. Auf der Straße vertraue ich den Menschen, dass sie mich nicht anfallen, töten; dass der Busfahrer mich zu meinem Ziel fährt; dass ich Dinge einkaufen kann; dass die Straße hält, das Haus nicht zusammenbricht; dass es Tag wird und ich nachts ein Bett finde … dass die Erde mich hält, wo ich mich hinsetze, niederlasse … dass Veränderungen, Krankheit und Sterben Grundbedingungen für das Leben sind (anicca, dukkha, anatta).

GRUNDVERTRAUEN 

Heißt es zu erleben, dass alle Aktivitäten in der Welt zusammenwirken und es zu einer Verbundenheit des Lebens auf der Erde kommt. Die Generationenkette unserer Vorfahren hat uns jetzt dieses Leben ermöglicht. Wir sind hier in diesem Land versorgt mit allem, was wir wirklich brauchen. Wir vertrauen den Autofahrern und Piloten, den Technikern und Hilfskräften, den Medizinern und den Heilmethoden und überlassen ihnen die Sicherheiten für uns. Wir müssen viel zulassen, um Vertrauen zu können.

SELBSTVERTRAUEN

Es ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, eigenen  Kräfte und Ressourcen. Im spirituellen Sinn wird es als „Buddhageist“, „Göttliche Kraft“ „Innere Mitte“ „Buddha-Natur“  im Inneren angesprochen.

Wichtig ist das Vertrauen zu den eigenen Emotionen, zu den eigenen Werten, zum Guten in mir.  Vertrauen zu den guten Seiten meiner mir nahestehenden Menschen. (Sie haben wie ich  liebenswerte wie  schlechte, schwierige Seiten).

VERTRAUENSVORSCHUSS

Mut für mögliche Enttäuschungen. Will ich sie in Kauf nehmen? Gutes Unterscheiden mit Wissen, Erfahrungen, klarem Anschauen! Vertrauen kann nie 100%ig sein, es ist veränderlich, veränderbar. Das Gesetz der Unvollkommenheit spielt auch hier mit.

MISSTRAUEN

Einerseits ist es das Fehlen von Vertrauen, andererseits steht es in direktem Gegensatz zum Vertrauen. Beim Fehlen kann man von mangelndem Mut und mangelnder Erkenntnis ausgehen – beim echten Misstrauen ist es eine Haltung, die alles Negative höher bewertet als das Positive  und sogar das Positive leugnet. Durch die enge Beobachter-Haltung ist stete kritisierende Bewertung im Geist vorhanden, welche sich zur selbst erfüllenden Kraft entwickelt. Diese Form mit sich und mit anderen umzugehen wächst sich zu einer Spirale des Misstrauens, des Unglückes aus. 

VERTRAUEN trotz der traurigen Erfahrungen der Enttäuschung und des Vertrauensbruches; ist das möglich? Dafür ist die Erkenntnis der menschlichen Fehlerhaftigkeit sowie der menschlichen Triebe von größter Notwendigkeit. Darauf sollte dann Wohlwollen  und Mitgefühl folgen, das als Metta für sich selbst und den anderen in inneren Worten, Meditation, geübt werden muss.

ÜBUNG:

Möge ich meine inneren guten Kräfte wie auch meine Schwächen erkennen. Möge ich meine guten Kräfte als Werte in mir sehen und sie anerkennen und schützen.  Möge ich meinen Anteil an dem Vertrauensverlust auch zugeben aber nicht verurteilen.

Mögen alle Wesen immer wieder Vertrauen zu sich, zu anderen zu der Welt entfalten! Mögen wir und alle Wesen glücklich sein ! ! ! 

VERTRAUEN ( saddha) in der buddhistischen  LEHRE

M V  13 / 14 „Fünf geistige Kräfte“

„ Fünf geistige Kräfte (bala) gibt es, ihr Mönche (ihr Menschen). Welche fünf?

Die Kraft des Vertrauens, die Kraft des Willens, die Kraft der Achtsamkeit, die Kraft der Sammlung und die Kraft der Weisheit.“

Diese in uns liegenden Fähigkeiten sollen wir zu geistigen Kräften entwickeln, die unserem Leben wertvolle Energien verleihen. Unser Dasein bereichert sich, wird sinnvoller und lebendiger.

Das VERTRAUEN als erste Kraft bildet die Grundlage für alle weiteren.

VERTRAUEN ZUR WAHRHEIT

Ist das Erwachen des Buddha zur absoluten Erkenntnis von Leben und Tod und der Befreiung vom Lebensleid für mich eine Wahrheit?

Kann ich seine Lehrreden verstehen, und helfen mir die Einsichten daraus zu geistiger Klarheit und zu einer besseren Ausrichtung in meinem Leben zu kommen? 

Kann ich die Erkenntnisse aus seiner Lehre in der Familie, in meinem Beruf und allgemein im sozialen Bereich umsetzen?

Helfen mir seine Worte über die universellen Gesetze (tilakkhana), besser mit meinen individuellen Schwächen, Ängsten und Schwierigkeiten umzugehen?

Bin ich überzeugt, dass Gier, Hass und Ich-Sucht Zerstörer und Leidbringer für jedes einzelne Lebewesen wie auch für die ganze Welt sind?

Vertraue ich darauf, dass die Überwindung von Gier, Hass und Ichsucht im einzelnen Menschen wie auch in der Menschengemeinschaft auf dieser Erde Frieden bringen kann?

Mein Vertrauen zur Wahrheit:  dass dieser Mensch Siddhartha Gautama existiert hat, und dass er zum Erwachen, zur Erkenntnis höchster Wahrheit, zur Erleuchtung, gelangt ist.

Mein Vertrauen zur Wahrheit: dass der Buddha diese Wahrheiten in seinen Lehrreden klar und verständlich weiter gegeben hat.

Mein Vertrauen zur Wahrheit: dass seine Mönche, Schüler und Nachfolgerinnen (sangha)  die Lehre erstaunlich ursprünglich erhalten und vermittelt haben. Ich bin überzeugt, dass ich Lehrreden, die ich gut verstanden habe und selbst umsetze, anderen weitergeben darf.  

    Das Vertrauen zum Buddha und seiner Lehre  hängt mit dem Wissen dieser Lehre eng zusammen, wird gestützt von Achtsamkeit und Sammlung im täglichen Leben und in der Meditation und braucht die Willenskraft, es wirklich für sich und für die Gemeinschaft  einzusetzen.   (Skepsis siehe Kalama Sutta )

Zweifelsucht oder prüfender Zweifel und unterscheiden von heilsam und unheilsam!

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