Verzeihen-Befreien – Wegbegleiter

Liebe Freundinnen und Freunde auf dem Weg

Die Worte des Buddha können einem im täglichen Leben eine heilsame Ausrichtung und gute Energien geben. Wenn man die vier Zeilen auswendig lernt in Pali oder in Deutsch und sich jeden Tag vorsagt, ist das wie ein Gebet des Friedens und der Liebe.  – Probiere es! 

                        So tust Du etwas für Dein inneres Glück. 

SICH SELBST LIEBEN – VERZEIHEN – SICH BEFREIEN 

Es geht um die Erkenntnis, dass ich mir selber schade, wenn ich den Groll gegen andere behalte.

Liebende Güte für mich selbst und die anderen gewinne ich dadurch, dass ich die Verletzungsgedanken und die eingefressenen Feindschaften loslasse. Wenn ich mich selbst wirklich wertschätze und liebe, kann ich anderen und mir selbst auch verzeihen. 

BUDDHA-WORTE – DIE BETRACHTUNG DER LIEBENDEN GÜTE 

In Pali:

aham avero homi

abyapajjho homi

anigho homi

sukhi attanam pariharami

                                           aham ye

sabbe satta avera hontu

sabbe satta abyapajjha hontu

sabbe satta anigha hontu

sabbe satta sukhi attanam pariharantu

In Deutsch:

Möge ich frei sein von Feindschaft.

Möge ich frei sein von Verletzung und Kränkung.

Möge ich frei sein von Behinderung in Körper und Geist.

Möge ich fähig sein, mein eigenes Glück zu behüten.

Wie für mich so wünsche ich es auch für alle Wesen:

Mögen alle Wesen frei sein von Feindschaft.

Mögen alle Wesen frei sein von Verletzung und Kränkung.

Mögen alle Wesen frei sein von Behinderung in Körper und Geist.

Mögen alle Wesen fähig sein, ihr eigenes Glück zu behüten. 

KONTEMPLATION:

Kann ich wirklich keinem Wesen feindlich gesinnt sein?

Bin ich bereit alle Feindseligkeit abzulegen?

Bemühe ich mich, kein Wesen zu verletzen oder zu schädigen?

Bin ich allen rücksichtsvoll und achtsam gegenüber?

Kann ich den Groll ablegen gegen diejenigen, die mich verletzt haben?

Wie kann ich Krankheiten und Behinderung ertragen?

Will ich sie wahrhaben oder nicht? Suche ich Schuldige dafür? 

Kann ich Krankheit als ein natürliches Dukkha erkennen?

Kann ich mich durch Einsicht befreien vom Leiden am Leid?

Weiß ich, dass wirkliches Glück nur in mir selbst zu finden ist?

Kann ich echtes Glück in heilender Liebeskraft erkennen? 

Kann ich mich mit meinem inneren Glück verbinden?

Möchte ich mein inneres Glück durch Verzeihen und Herzensgüte behüten?

UM  VERZEIHEN  BITTEN

Möge ich die um Verzeihung bitten, gegen die ich feindliche Gefühle gehabt habe oder noch hege.

Möge ich ihnen auch in Gedanken nichts antun wollen.

Alle Vorstellungen an Vergeltung und Ablehnung lasse ich fallen.

Möge ich meine alten, feindlichen Gefühle wie alte verbrauchte Kleidung ablegen.

Möge ich allen Betroffenen einen guten Weg wünschen.

AN MEINEN PERSÖNLICHEN „FEIND“ GERICHTET:

Du hast mich gekränkt, erniedrigt, missachtet…

Du hast mir mein Leben schwer gemacht.

Es war unrecht von Dir!

Aber ich will die Unruhe in meinem Geist und den Stachel aus meinem Herzen entfernen.

Ich will nicht mein eigener Feind sein.

Ich sehe in Dir den unvollkommenen Menschen, der ich selber bin.

Indem ich Dir verzeihe, verzeihe ich mir den lang gehegten Groll gegen Dich.

Du wirst älter und erlebst den Verfall genau wie ich!

Du wirst krank genau wie ich!

Du stirbst genau wie ich!

Du erleidest Verlust genau wie ich!

Du machst Dir Dein eigenes Karma genau wie ich!

Du erlebst die Unvollkommenheit genau wie ich!

Du strebst nach Glück genau wie ich!

Warum sollte ich Dir weiterhin böse sein?“

Wir sind Lebens- und Sterbens-Brüder / Lebens- und Sterbens-Schwestern.  

Vielleicht können wir zu einander finden?

Vielleicht geht jeder seinen eigenen Weg?

Indem wir uns von dem verletzenden Geschehen trennen, sind wir frei.

Wir sind frei von altem Groll und können frei entscheiden.

Friedrich Rückert

„Sterbensbruder, komm, lass uns Freunde sein!“

Mögen wir das Glück der Herzens-Freiheit finden und mögen wir es pflegen und behüten!

Eure Wegbegleiterin Ursula

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